Klarheit der Denkenden Kapitel 2 -Der Anfang-

By Mathaeus P. • Klarheit der Denkenden • 28 Jan 2012

-Der Anfang-

Dienstagnacht 03:43 Uhr, eine verregtnete Herbstnacht . Hans hockt mit einem “Coffee-to-go Becher” – in dem allerdings nur ein instant Zitronenteemischgetränk, mittelsüß zusammengemischt ist – an einer Bushaltestelle und wartet auf die Buslinie 56. Dieser Bus sollte ihn zur Haltestelle Gebrauchweg fahren. Was Hans allerdings nicht wusste, ist, dass die Linie 56 schon seit ca. einer Woche eine Umleitung fuhr, wegen Bauarbeiten in der Baumstraße. Dies war aber auch an einem Din A4 Blatt welches über dem eigentlichen Fahrplan klebte, groß angeschrieben. Hans, so sicher wie er sich war, dass er die Fahrzeiten von der Buslinie 56 kannte, schaute selbstverständlich nicht auf den Fahrplan. Doch wie kam Hans dorthin? So genau weiss man das nicht mehr, denn Hans hat ein wenig zu tief ins Glas geschaut. Das passiert ihm zur Zeit öfters. Aber an diesem Abend war es wirklich sehr tief. Einmal mehr saß Hans im “Bierkrug”. Das ist eine Kneipe mit viel Tradition. Viele mögen sich denken “man wie armselig”. Aber es ist nicht so wie Ihr denkt. Er saß nicht auf einem Barhocker mit eingesessener Mulde, sondern auf einem kleinen leicht vergilbten weißen Gartenstuhl, welcher zu 100% aus Plastik bestand. Allerdings hatte sich Hans von Zuhause ein Kissen mit Blümchenmuster mitgebracht und hat es sich zwischen Stuhl und Hinterteil gelegt. So liess es sich sitzen. Stellt sich nun noch die Frage, warum zur Hölle hockt er auf einem Gartenstuhl aus Plastik? Grund: Den kann man leichter Reinigen. Denn auf der Toilette einer Traditionskneipe wird es des Öfteren schmutzig. Hatte ich erwähnt, dass Hans eine männliche Toilettenfrau ist? Und dies drei mal die Woche im “Bierkrug”. Wenn nicht, hab ich es hiermit getan. Seit knapp drei Jahren hat Hans eine Ein-Mann-Firma, welche sich auf Toiletten-Bewirthung spezialisiert hat. Mittlerweile läuft es so gut, dass er am Überlegen ist, eine Aushilfe einzustellen. Ihr fragt Euch bestimmt, warum Hans nur drei mal die Woche arbeitet. Das liegt daran, dass er nach getaner Arbeit, wenn der “Bierkrug” geschloßen ha€t noch an den Tresen sitzt, und das ein oder andere Feierabendbier wegzischt. Das Problem daran ist, dass es zu selten bei 1-2 Bieren bleibt, und Hans an den folgeden Tagen nicht mehr in der Lage ist, seine Arbeit korrekt auszuführen. Zu stark ist der Kater. So hat er auch an diesem Abend wie erwähnt besonders tief ins Glas geschaut. Gegen 01:30 Uhr brach Hans auf, um wie immer ein Taxi zu suchen, welche eigentlich immer zu genüge am Bahnhof standen. Der Bahnhof war nur gute 5 Gehminuten vom “Bierkrug” entfernt. Doch für Hans war das zuviel. Aber das war nicht das größte Hindernis, sondern viel schlimmer für ihn war, dass er nur noch 3,87 € im Geldbeutel hatte. Und das reichte auf keinen Fall für eine Taxifahrt zu ihm nach Hause. Er überlegte was er tun könnte. Da kam ihm die Idee. Es gibt doch noch die Buslinie 56. Und die nächste Haltestelle ist nicht einmal so weit entfernt. Und nun kommt ein mittelgroßes schwarzes Loch. Umgangssprachlich auch Filmriss genannt. Wir kommen nämlich nun zu der Stelle vom Anfang, an der Hans an der Haltestelle hockt und auf den Bus wartet.

 


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